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Backlinks kaufen und Geld verbrennen

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Geld verbrennenBacklinks mit der Absicht der Manipulation von Suchergebnissen zu kaufen oder zu mieten verstößt gegen die Richtlinien von Google. Ich möchte in diesem Artikel nicht darüber diskutieren, ob man den Kauf von Backlinks grundsätzlich ablehnen sollte.

Bei vielen Money-Keywords findet man in den Top-10 fast ausschließlich Websites, welche höchstwahrscheinlich Backlinks mit dem entsprechenden Linktext eingekauft haben. Es kann frustrierend sein zuzusehen, wenn die Wettbewerber Top-Positionen zu attraktiven Keywords mit gekauften Links erreichen. Man selbst fühlt sich dann als der Depp, der sich brav an die Google-Richtlinien hält, und als Dank dafür von Google keinen Traffic abbekommt. Man geht mit einem Messer zu einer Schießerei.

Solange gute Rankings bei Google mit gekauften Links funktionieren, kann man nachvollziehen, dass manche Betreiber von Websites auf die Idee kommen, alleine aus reiner Notwehr auch Backlinks zu kaufen. Egal wie man zu dem Thema steht, zumindest sollten die Käufer die Qualität der Links überprüfen und nicht einfach ihr Geld verbrennen, indem sie wertlose Links kaufen bzw. mieten. Noch schlimmer als das verbrannte Geld ist das Risiko, von Google als Linkkäufer identifiziert und abgestraft zu werden.

Der Kauf von Follow-Backlinks und damit der Verstoß gegen die Qualitätsrichtlinien von Google ist auch immer mit einem hohen Risiko verbunden. Man sitzt auf einer tickenden Zeitbombe und läuft Gefahr die Domain zu verbrennen. Jeder muss selbst abschätzen, ob er dieses Risiko eingehen will. Es gibt natürlich funktionierende Geschäftsmodelle, die mit diesem Risiko prima leben können und es einkalkuliert haben. Das macht die Diskussion zu diesem Thema auch so kompliziert, da es völlig verschiedene Standpunkte und Strategien gibt. Aber wie gesagt, das soll gar nicht Thema dieses Beitrage sein. Ich selbst bin in der glücklichen Situation, dass meine Hauptkunden aufgrund ihres Angebotes von alleine gut verlinkt werden und ich mich daher eher selten mit dem Thema Linkkauf auseinandersetzen muss.

Bei meinen Recherchen stoße ich aber oft auf Websites mit gekauften Links. Gerade bei seriösen und großen Websites wundert mich dann oft die unglaublich schlechte Qualität der gekauften Backlinks. Viele dieser Unternehmen nutzen für den Einkauf der Backlinks einen Dienstleister in Form einer Agentur. Dabei finde ich drei Punkte sehr erstaunlich:

Würden nicht Narren zum Markt gehen, würden schlechte Waren nicht gekauft.

  1. Die Skrupellosigkeit mancher SEO-Agenturen:

    Es gibt ein schönes Sprichwort aus England: “Würden nicht Narren zum Markt gehen, würden schlechte Waren nicht gekauft.“ Insofern ist es eine logische Marktregel, dass es unter den Linkverkäufern schwarze Schafe gibt, solange sie Käufer für ihre schlechten Links finden. Aus dem gleichen Grund ist auch seit Ewigkeiten das Geschäft mit Haarwuchsmitteln eine Goldgrube. Die Menschen wünschen sich, dass es funktioniert und sind leichtgläubig. Wo es eine Nachfrage gibt, gibt es auch ein Angebot. Leider gibt es immer Menschen, die keinen Skrupel haben und die Situation ausnutzen. Das ist die Schattenseite der Marktwirtschaft.

    Erstaunt hat mich eher eine Situation bei dem Projekt eines neuen Kunden vor einigen Monaten. Der Kunde hatte einen Vertrag mit einer eigentlich seriösen und sehr anerkannten SEO-Agentur und hatte dort auch Links gemietet. Den Namen der Agentur möchte ich hier nicht nennen, da ich deren Mitarbeiter eigentlich sehr schätze und es nicht mein Ziel ist, jemanden in die Pfanne zu hauen. Als ich die gemieteten Backlinks überprüft habe, musste ich feststellen, das über 70 % der Links von Domains kamen, die offensichtlich von Google als Linkverkäufer identifiziert wurden. Im besten Fall waren die Links wertlos, im schlimmsten Fall sogar schädlich. Es gehört schon eine Menge Skrupellosigkeit dazu, solche Links zu vermieten. Vorausgesetzt, die Agentur war sich bewusst wie schlecht die Links waren, die sie vermietet haben. Vielleicht haben sie selbst die Qualität überhaupt nicht überprüft. In dem Fall könnte man es aber als fahrlässig bezeichnen. Backlinkkäufer sollten sich daher sehr genau anschauen mit wem sie Geschäfte machen und welche Qualität sie erhalten. Natürlich ist die Qualität von Backlinks auch oft eine Frage des Preises. Wesentlich besser als gekaufte und gemietete Links zu Festpreisen “von der Stange” sind händisch aufgebaute “echte Links”, die nicht unbedingt gegen die Richtlinien von Google verstoßen. Diese sollten nicht mit den gekauften Links verwechselt werden, über die ich hier schreibe. Der Aufbau dieser “echten und mundgeblasenen Links” über eine Agentur macht aber richtig viel Arbeit und kostet daher auch richtig viel Geld. Hierzu ein passendes Zitat von John Ruskin:

    „Es ist unklug, viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.“


  2. Fahrlässiges Handeln bei den Kunden

    Selbstverständlich liegt ein gewisser Teil der Verantwortung auch beim Kunden. Wer etwas einkauft, sollte auch die Qualität überprüfen. Das Beispiel mit den 70 % wertlosen Links ist kein Einzelfall. Immer wieder gibt es Beispiele von wirklich großen und bekannten Websites. Teilweise findet man sie beim monatlichen IndexWatch im Blog von Sistrix, oder stößt selbst darauf. Man muss sich fragen, warum das immer wieder passiert. Entweder fehlt den Kunden das Know-how, um die Qualität der Backlinks zu überprüfen oder sie sind zu faul vertrauen einfach blind ihrem Anbieter.

    Gerade bei großen Marken-Websites sollte den Käufern bewusst sein, welches Risiko sie eingehen und welche Verantwortung sie für die Website tragen. Daher sollte die Geschäftsführung unbedingt Sorge tragen, dass die verantwortlichen Mitarbeiter das notwendige Know-how besitzen, bevor sie beauftragt werden Backlinks zu kaufen. Notfalls sollte das Unternehmen sich unabhängig von der Linkverkauf-Agentur beraten lassen oder die Mitarbeiter zu einem geeigneten SEO-Seminar schicken. Wie bei der Durchsetzung von allen Strategien in einem Unternehmen sind für die Mitarbeiter die drei Punkte 1) “Kennen und Verstehen”, 2) “Können” und 3) “Wollen” entscheidend für den Erfolg. An dieser Stelle verweise ich gerne noch einmal auf die Präsentation “Erfolgreiche Implementierung von SEO in Unternehmen“.

    Das Hauptmotiv warum ich diesen Artikel schreibe, ist eigentlich auch an das Verantwortungsbewusstsein der Käufer zu appellieren. Wie gerade dargestellt, wird es immer Anbieter von schlechten Links geben, solange sie Käufer finden. Die einzige Möglichkeit den Markt zu verbessern, sind mehr aufgeklärte und verantwortungsbewusste Käufer. Ich hoffe, dass ich mit diesem Post ein wenig dazu beitragen kann. Die Möglichkeit das eigene Unternehmen vor Schaden zu bewahren, sollte auf der Seite der Kunden eigentlich für ausreichend Motivation sorgen, sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen.

  3. Doppelmoral von Google

    Am Rande möchte ich auch das Verhalten von Google ansprechen. Einerseits hat Google es sich auf die Fahne geschrieben den Verkauf von Backlinks zu bekämpfen. Auf der anderen Seite verdient Google Geld mit AdWords-Anzeigen für den Kauf von Backlinks. Man muss bei Google nur einmal nach “backlinks kaufen” suchen. Dieses Vorgehen ist nicht ganz konsequent und man Google hier eine Doppelmoral unterstellen. Verschwörungstheoretiker sehen darin vielleicht einen ganz ausgeklügelten Plan, dass Google über diese AdWords-Anzeigen die größten Verkäufer und Käufer identifiziert. Auf jeden Fall ist das Verhalten von Google in diesem Punkt fragwürdig.

An dieser Stelle möchte ich den Artikel für heute beenden. In den nächsten Tagen werde ich noch einen Post schreiben, wie man schnell und einfach zumindest die offensichtlich schlechten Links identifiziert, die wirklich niemand kaufen sollte, egal wie man zu dem Thema steht.

Teil 1 – Backlinks kaufen und Geld verbrennen
Teil 2 – Gekaufte Links und Qualitätskontrolle

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52 Kommentare zu „Backlinks kaufen und Geld verbrennen“

  1. Mißfeldt sagt:

    Im Grunde geht es doch um Vertrauen: wer einen Seo-Spezialisten einkauft, will doch nicht im Unternehmen jemanden bezahlen, um den Spezialisten zu überprüfen.
    Wer Vertrauen missbraucht, wird nach meiner Überzeugung langfristig keine Chance am Markt haben. Kurzfristig mag das ja klappen. Aber spätestens, wenn Google die Seite mit schlecht gekauften Links abstraft, ist der Ofen doch aus. Als SEO-Agentur schießt man sich doch damit ins Knie – es sein denn, man spielt von Anfang an dem Kunden gegenüber mit offenen Karten.
    Klasse Artikel, danke :-)

  2. “…musste ich feststellen, das über 70 % der Links von Domains kamen, die offensichtlich von Google als Linkverkäufer identifiziert wurden…”

    Wie stellt man das denn fest? (Frage ist ernstgemeint)

    • Alexander sagt:

      Hi, eventuell meint er das er eine Beanchrichtigung von Google darüber bekommen hat, wenn du die Google Webmaster Tools hast kannst du dort ja Benachrichtigungen erhalten!

  3. Markus Bauer sagt:

    Sehr gelungener Artikel mit dem aus meiner Sicht richtiger Fokus, nämlich Eigenverantwortung bzw. Risikobewusstsein beim Backlink-Kauf. Zum Thema “Doppelmoral”: Google ist ein Wirtschaftsunternehmen, das (wie andere auch) moralischen Erwägungen nur bzw. erst dann besondere Aufmerksamkeit schenkt, wenn der Ruf so stark gefährdet ist, dass der Umsatz darunter zu leiden droht. Bei AdWords gilt quasi Meinungsfreiheit: Auch SEOs, die Ranking-Zusagen abgeben, werden in der Google-SEO.pdf gebrandmarkt – Ads mit unhaltbaren Ranking-Versprechen werden aber trotzdem gerne (an)genommen.

  4. Sehr guter Artikel, obwohl im Grunde genommen doch jeder Link bezahlt wird. Natürlich sollte keine diese diversen Links kaufen, aber die Versuchung für die Newbies ist meist zu groß. Die “Deppen” kaufen ja Links um ihre eigenen Seiten zu brennen ;-) Da ich lieber zur Zeit ins Freibad mit Schutzfaktor ( 50 )

    ansonsten hoffe ich, dass google mal weitere Filter hinzufügt.

    viele grüße

    stephan

  5. Hanns sagt:

    @Privatdetektiv: Die Links hier in den Kommentaren sind “nofollow”, daher kannst Du gerne Deinen richtigen Namen verwenden. Wie man von Google als Linkverkäufer identifizierte Websites (mit hoher Wahrscheinlichkeit) erkennt, steht dann im 2. Teil des Artikels, der in ein paar Tagen erscheint. Stay tuned!

  6. Florian sagt:

    zu punkt 3: wäre es nicht wettbewerbsverzerrung wenn google das werben für backlinks verbieten würde? Es ist ja nicht illegal.

  7. Alex sagt:

    Google selbst sehe ich auch SEHR kritisch. Nicht nur der Punkt den du angsprochen hast, sondern darüber hinaus IST doch Google selbst der größte Backlink-Verkäufer durch AdWords. Oder anderes Beispiel dazu: Warum gibt Google sich immer mehr Mühe, dass das “Gelb” hinter den AdWords-Anzeigen auf der Such-Seite verschwindet und es einem Besucher nicht mehr auffällt was Organisch und was Anzeige ist? Weil man den Platz 1 eben kaufen kann, Hauptsache es merkt keiner dass das Werbung ist, sonst würde es ja nicht geklickt…

  8. Kai sagt:

    Wow Hanns, wirklich ein klasse Artikel!
    Freue mich sehr auf den zweiten Teil.

    Es ist wirklich erschrecken, was für Links teilweise wirklich respektable und angesehene Agenturen kaufen oder gar mieten. Ich denke da wird es in nächster Zeit einige Kunden geben, die das Problem haben, sehr viele schlechte, gemietete Links durch gute, dauerhafte ersetzen zu müssen, ohne gleichzeitig an Sichtbarkeit zu verlieren.

    Habe einen Artikel zu einem sehr ähnlichen Thema in der Mache, dreht sich dort gerade um die Linkmiete und dessen Probleme.

  9. Hanns sagt:

    @Mißfeldt: Im Wirtschaftsleben sollte man glaube ich nie jemandem zu 100% vertrauen. Das hat in allen Branchen schon oft zu große Enttäuschung geführt. Etwas Kontrolle ist auf der Käuferseite immer notwendig. Schlecht gekaufte Links führen ja auch nicht zwangsläufig zur Abstrafung bei Google. Oft sind sie einfach nur wertlos. Daher müssen sie der SEO-Agentur nicht unbedingt auf die Füße fallen. Darüber hinaus ist die Transparenz im Markt auch noch nicht so groß, dass Kunden von den Erfahrungen anderer Kunden häufig profitieren können. Es wäre aber zu hoffen, dass sich das in Zukunft bessert.

  10. Mo sagt:

    Klasse Content! Das ist auch der Königsweg zu neuen Links zu kommen. Man verlinkt freiwillig und gerne darauf ;)

    Viele Kunden wollen es auch nicht anderes, sie vertrauen blind ihren Anbietern, werden enttäuscht, gehen zum nächsten und werden wieder enttäuscht. Ich hatte schon etliche Kundenanfragen von armen Unternehmen, die immer wieder betrogen wurden. Das ist dann natürlich total schwer wieder Vertrauen zu neuen Dienstleistern in der SEO Branche aufzubauen.

    In Zukunft werden es, genau aus dem Grund, seriöse Dienstleister und Agenturen schwer haben, da Kunden auf diese Weise genauso wie ihre Domains verbrannt werden.

  11. Irinerl sagt:

    Vielen Dank für den Artikel und die Denkanstöße.

    Aber ganz ehrlich weiß jemand von Euch welcher Link WIRKLICH eine gute Linkpower hat und wie diese vererbt wird? Eigentlich wissen wir es nur ungefähr… An dieser Stelle muss ich die Agenturen in Schutz nehmen:
    Um die Leistung ihren Kunden zu erbringen brauchen sie viele unterschiedliche Links. Natürlich ist es einfacher an “schlechte” Links zu kommen. Daher wird meistens ja ein Mix an Links geliefert. Und da wir keine richtige Grundlage zur Messung haben, wird es angenommen – weil es ja auch meistens etwas brignt.
    Und der Martin hat absolut recht: Wer soll noch eine zusätzlichen Qualitätsprüfer bezahlen, der die Links kontrolliert? Ich glaube auch nur die Großen.

    Guter Punkt in diesem Artikel ist auf jedenfall das Appell an Verantwortungsbewusstsein des Käufers. Ein wichtiger Hinweis und guter Rat. Es tummeln sich ja noch immer ganz viele dubiose Linkverkäufer!

  12. Bernie sagt:

    Toller Artikel! Da freut man sich auf die Fortsetzung!

  13. FelixtheK sagt:

    Ich würde diese Aussagen bei kleinen, frischen Seiten sofort so unterschreiben. Allerdings muss man dazusagen, dass große alteingesessene Seiten täglich natürliche Links dazubekommen und über Shitloads of Trust verfügen. Außerdem sehe ich bei meinen täglichen Backlinkanalyse, dass sogar kleine Seiten mit nahezu keinem Trust mit richtig beschissenen Links ranken. Ich rede hier nicht von etwas shady gekauften Footerlinks sondern von Massen an Social Bookmarks, Kommentarspam, Forensignaturen aus chinesischen Foren usw. Im schlimmsten Fall sind die gekauften Links entwertet und der Käufer zahlt halt drauf. Wenn es so einfach wäre, könnte ich ja einfach ein paar hundert Links für meinen Konkurrenten kaufen und ihn abschießen. Wer wissen will, wie sicher große Seiten sind, soll mal versuchen Spiegel-Online oder otto.de “abzuschießen” :-) )

    Google will die ganze Sache algorithmisch lösen. Die fangen nicht an SEM-Anzeigen zu verfolgen oder Linkmarktplätze zu infiltrieren (und wenn, dann nur um ein Exempel zu statuieren und wieder viel Angst und Schrecken bei den Linkkäufern und -verkäufern zu verbreiten).

    Wie Mediadonis auf der SMX so schön gesagt hat: “Dann kommt wieder Matt Cutts das Nebelgebläse und sagt, dass Sie alle gekauften Links identifizieren können…”

    Stress kriegt man überwiegend wegen zu einseitiger Anchortexte oder weil man zu viel GAS auf einmal gibt.

    Geht es nur mir so, oder wird das ganze Thema etwas überstrapaziert?

  14. Hanns sagt:

    @FelixtheK: Erst einmal ist es egal, ob eine kleine, frische Website offensichtlich schlechte Links kauft, oder eine große Website mit viel Trust. Geld verbrennen beide, wenn die Links wertlos sind. Die große Website hat nur den Vorteil, dass die dafür nicht so schnell abgestraft wird. Bei vielen Links kann man nicht eindeutig sagen, ob sie komplett wertlos sind. In manchen Fällen ist es aber sehr eindeutig. Und ich finde es erstaunlich, wie häufig man solche Links findet. Wie gesagt, in dem zitierten Beispiel waren es 70 Prozent aller gekauften Links.

  15. fiacyberz sagt:

    Genau aus diesen Grunde waren wir mit die ersten die Links reportet haben wenn welche aufgebaut wurden. So hat der Kunde immer die volel Transparenz.

    Bei dem Punkt mit den schlechten Links muss ich jedoch einwenden, dass diese teilweise sehr sinnvoll sind. Ich meine hier nicht dass man nofollow-Links aufbauen soll, sondern speziell auch schlecht Links die fast wertlos sind. Dies gehört einfach zu einer guten Mischung dazu.

    Klar man kann mit einer Handvoll richtig guter Links auch die gewünschten Positionen erreichen, aber dann wären diese Links so teuer dass kaum ein Kunde bereit ist das Geld zu bezahlen.

  16. Eric sagt:

    Danke, Hans!

    Das sind Themen, die diskutiert werden müssen. Wir stehen auch immer wieder fassungslos vor einem Link-Scherbenhaufen bei einem Kunden, der dann auch noch viele Tausend Euro dafür bezahlt hat und es gerade noch schafft, aus dem langfristigen Vertrag mit der Agentur raus zu kommen, um da nicht noch mehr Geld hinterher zu werfen.

    Das Problem mit der Eigenverantwortung ist halt: Wie sollen die Kunden das denn machen? Wenn ich ein Auto kaufe, dann kontrolliere ich doch auch nicht, ob der Motor innen aus Pappe gebaut ist und gerade mal vom Hof kommt. Das kann ich gar nicht, weil ich nicht weiß, wie man den aufschraubt und das vermutlich auch nicht erkennen würde. Außerdem kann ich doch nicht auch noch alle Bremszuleitungen, und die Pedale auf Bruchfestigkeit kontrolliern u.s.w..

    Gut ist, dass keiner Autos mit Motoren aus Pappe verkauft. Aber verschi…. Links werden für viel Geld und dem Hinweis, dass Linkbuilding *mindestens* 6 Monate braucht, bis es wikt, verkauft. Das Ergebnis ist: Dass ein halbes Jahr lang Einnahmen erzielt werden, bevor der Kunde überhaupt blickt, das da was nicht stimmen könnte.

    Wir hatten auch schon solche, von anderen Agenturen “abgelegter” Kunden. Und ich könnte kotzen, wenn ich darüber nachdenke. So viel Misstrauen habe ich noch nie erlebt – was ich aus Sicht des Kunden auch verstehe. Aber es macht die eigene Arbeit auch nicht grad einfacher, wenn der Kunde schon 10.000 Euro versenkt hat und jetzt jeden nächsten Euro umdreht. Aber soll ich die dann weg schicken????

    Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Wegen der Backlinks: Vielleicht sollten wir mal über eine Selbstregulierung nachdenken… Keine Ahnung, ist vielleicht ein doofer Gedanke. Aber so geht das doch nicht weiter.

    Grüße
    eric

  17. Stephie sagt:

    Hanns, du sprichst mir mal wieder aus der Seele! Aber ich sehe noch einen Problempunkt: nicht immer ist es die Agentur, die für die miesen Links zuständig ist. Da haben die in den Unternehmen gehört dass Links wichtig sind und sind dann auf so ein Angebot (unabhängig von der “normalen SEO Optimierung”) für “1000 Links in einem Monat” reingefallen (oder auch noch aus einer vorhergehenden “Optimierung” eines anderen Anbieters”.
    Jetzt bekomm mal den Kunden dazu, diese Links abzuschalten. Erstmal muss man alle identifizieren, was bei entsprechend großen Backlinkportfolio gar nicht so leicht ist (bei kleinen Seiten leichter, klar). Klar sackt der Kunde dann erstmal ab in den Rankings und das schmeckt ihm natürlich nicht. Da muss als SEO viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

    Aber man will ja schließlich auch nicht mit so einem Gebahren in Verbindung gebracht werden, vorallem wenn man es noch nicht mal selbst verbockt hat.

    Ich bin schon gespannt auf deinen nächsten Artikel!

  18. okseo sagt:

    Schöner Artikel, aber der Markt wird sich in dieser Hinsicht nicht ändern auch nicht durch google. Wo fängt kaufen an und wo hört es auf??? Von Incentives über Kooperationen oder Empfehlung es steckt immer ein wirtschaftliches Interesse dahinter. Deshalb tut sich google auch so schwer damit.

  19. [...] Backlinks kaufen und Geld verbrennen [...]

  20. [...] mit seinen Postings nun endlich einmal den Kunden aufzuklären, der manchmal wahllos einfach nur Links kauft ohne zu wissen, was denn die Links für eine Bedeutung haben. Nun ist das durchaus nicht nur für Kunden sondern [...]

  21. [...] mehr über das Thema erfahren möchte sollte man einen blick auf seo-strategie.de [...]

  22. Maximilian sagt:

    moin,

    danke für den Artikel.

    Man muss heutzutage schon höllisch aufpassen, wenn man sich mit einem solchen Thema beschäftigt. Ich meine, sobald man in seinem Google-Konto eingeloggt ist und bei Google die Wörter “Backlinks kaufen” eingibt, hat google praktisch schon die Möglichkeit, “mich” (= Webseitenbetreiber von XY Seiten, die im google-Konto z.B. für Adwords gespeichert sind) zu identifizieren und genauer unter die Lupe zu nehmen…wahnsinn eigentlich…

    Viele Grüße

    Maximilian

  23. Juli sagt:

    Sehr schöner Artikel!

    Ich werde jetzt gleich noch den 2. Teil lesen.

  24. Thomas sagt:

    Wirklich sehr guter Artikel,
    Danke Thomas

  25. Optimae sagt:

    Schöner Artikel. Aber ich muss auch was dazu beitragen. Ich bin mit dem Autor 100% einverstanden, sobald solche Kunden gibt, die kaum was in dem Geschäft verstehen, werden immer solche Agenturen auftauchen, die schnelles Geld machen wollen. Ich steh’ auf keinen Fall auf der Seite von solchen Agenturen, muss aber ein kleines Steinchen in den Garten von solchen Kunden werfen, die kaum was verstehen wollen(!). Falls die SERP-Verbesserung nicht erfolgt, suchen sie andere Agentur, aber das Geld ist schon weg. Für den nächste Optimierung wird logischerweise weniger Geld ausgegeben, was bei der neuen Kampagne-Erstellung bemerkbar wird.
    Also die Belehrung von Kunden muss natürlich erfolgen, sie müssen aber zumindest nicht den schönen Zahlen (Backlinks-Anzahl usw.) vertrauen.

  26. Paul sagt:

    An sich sollte auch überlegt werden das fast alle Agenturen das so machen, Link anbieten oder eben exterene Netztwerke haben zum Tausch.
    Und es macht auch Sinn, denn mal Ehrlich, das Gerede von guten Concent aufbauen und dann kommen die Links von allein, hallo!! wieviele Jahre soll da ein kleiner Handwerksbetrieb überhaupt warten um überhaupt in die Serps aufgenommen zu werden?

  27. erkan sagt:

    danke für die infos…

    “Man geht mit einem Messer zu einer Schießerei” …hört sich richtig tr an :)

  28. Birgit sagt:

    Ich meine, sobald man in seinem Google-Konto eingeloggt ist und bei Google die Wörter “Backlinks kaufen” eingibt, hat google praktisch schon die Möglichkeit, “mich” (= Webseitenbetreiber von XY Seiten, die im google-Konto z.B. für Adwords gespeichert sind) zu identifizieren und genauer unter die Lupe zu nehmen
    ………. stimmt das ??? wäre ja sehr unklug , oder ?

    • Alexander sagt:

      Hallo Birgit,
      das ist quatsch, da hätte Google dann wirklich viel zu tun wenn die so arbeiten würden. Ganz abgesehen davon dürften die so etwas gar nicht auf die Art nutzen. Nur weil man nach etwas sucht heißt das ja noch lange nicht das man es auch macht. Ich meine wie viele informieren sich einfach nur darüber… es ist für Google ja auch sehr zeitaufwendig Personen zu “beobachten”… das alles funktioniert eher über Seiten die als Verkäufer identifiziert wurden… wenn man dann dort zu finden ist, ist es auf jeden Fall nicht gut.

    • Andreas sagt:

      Da muss ich Alexander zustimmen, wenn man mal die ganzen Diskussionen betrachtet die aktuell im TV zu dem Thema Datenspeicherung kommen ist denke ich ganz klar, das Google auf keinen Fall Daten in dem Umfang speichern darf, nur um herauszufinden ob jemand Backlinks kauft oder durch den Backlinkaufbau bzw. die Backlink miete gegen Google Richtlinien verstößt. Und heimlich wird Google das nicht machen, auch Google ist nicht allmächtig, wenn die EU zum Beispiel Google einfach mal verbannen würde, dann würden alle schnell auf eine Alternative wie z.B. BING umsteigen, davon würde die Welt dann auch nicht untergehen.

    • Jennifer sagt:

      Hi Hannes,

      dein Artikel ist zwar etwas älter, aber passt jetzt grade zum Penguin-Update wie die Faust auf´s Auge! Vielleicht gibt es ja ein Update Artikel von dir demnächst? Würde mich sehr freuen!!

      Beste Grüße nach Bonn,
      Jennifer

  29. Marco sagt:

    Toller Artikel. Dank für die Infos!

  30. [...] dem Kauf von Links bislang gute Erfahrungen machen konnte und kaum Probleme mit Google hatte, sehen andere SEOs diese Problemstellung etwas kritischer. Trotzdem möchte ich hier kurz ein paar Quellen aufzeigen, [...]

  31. Steve sagt:

    [...] es steckt immer ein wirtschaftliches Interesse dahinter. Deshalb tut sich google auch so schwer damit. [...]

    Wenn man so möchte, ist das genau des Pudels Kern. Und das wird sich erfahrungsgemäß auch nicht ändern.

  32. Alex sagt:

    sehr guter artikel !

  33. Bastlerin sagt:

    Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit dem Internet. Der Versuch mein Hobby online zu bringen und die Leute beim Basteln zu unterstützen ist in vollem Gange. Da mir das Thema SEO / SEM usw. völlig fremd ist, bin ich froh, dass es nette Leute gibt, die darüber informieren.

    Vielen Dank

  34. Ein guter Artikel!
    Allerdings bin ich jetzt noch verzweifelter als zuvor.
    Die Recherchen bei einigen meiner Wettbewerber zeigten, dass sie eindeutig mit gekauften und ziemlich zweifelhaften Links arbeiten – und trotzdem auf den ersten Plätzen stehen.
    Und wenn man nach den Agenturen sucht, die sich professionell um SEO kümmern sollten, ist leider die Chance sehr hoch entweder auf die Bauernfänger zu stossen oder solche Honorare zu bezahlen, dass die Aktion sich am Ende auch kaum lohnt.

  35. Nicolas sagt:

    Guter Artikel.
    ich hatte soeben über einen ergänzenden Link-Kauf nachgedacht. Jetzt frage ich mich zum einen technisch, und zum anderen moralisch, ob der Linkkauf eine gute Idee ist.

  36. Designermode sagt:

    Denke es der Artikel zieht genau auf das Problem ab. Wir alle wollen bei Google gefunden werden.

  37. InsaneBeatz sagt:

    Ein sehr interessanter artikel! Ich lese mich seit wochen in das thema hinein und habe mich noch nicht getraut backlinks zu kaufen da ich angst habe durch minderwertige backlinks von google abgestraft zu werden. Es würde mich wirklich sehr freuen wenn von ihnen ein artikel kommen würde in dem sie über die ihrer meinung nach besten seo unternehmen aus verschiedenen preisklassen schreiben würden. sie scheinen sich ja gut auszukennen.mfg

  38. Fredi sagt:

    Dieser Artikel ist sehr Interessant und hat mich wirklich weiter gebracht.
    Werde mich aber trotzdem weiter in das Thema einlesen den ich möchte gerne mehrere Sichtweisen kennenlernen.

  39. Werbeartikel sagt:

    Genau aus diesen Grunde waren wir mit die ersten die Links reportet haben wenn welche aufgebaut wurden. So hat der Kunde immer die volel Transparenz.

    Bei dem Punkt mit den schlechten Links muss ich jedoch einwenden, dass diese teilweise sehr sinnvoll sind. Ich meine hier nicht dass man nofollow-Links aufbauen soll, sondern speziell auch schlecht Links die fast wertlos sind. Dies gehört einfach zu einer guten Mischung dazu.

    Mehr bei Backlinks kaufen und Geld verbrennen auf http://www.seo-strategie.de

  40. Ich lese mich seit wochen in das thema hinein und habe mich noch nicht getraut backlinks zu kaufen da ich angst habe durch minderwertige backlinks von google abgestraft zu werden.

  41. Perts sagt:

    Hier scheint jemand einen schlechten Tag gehabt zu habe. Für alle großen Plattformen ist es normal Backlinks zu kaufen. Schlimmer sind vielmehr die ständigen Anfragen auf einen Linktausch, in der Hoffnung von einer starken Seite endlich einen auf meine schwache Seite zu bekommen. Und moralische Gründe habe in diesem Geschäft nichts zu suchen. Wir sind alle Konkurrenten und bekämpfen uns. Wer keine Backlinks kauft, kann sie nur dann gezielt durch ein eigenes Netzwerk aufbauen. Das aber dauert teilweise Monate und Jahre.

  42. Andy sagt:

    Sehr interessanter Artikel. Ich persönlich denke Qualität geht vor Quantität. Man sollte den Backlinkaufbau meiner Ansicht nach langsam aber stetig betreiben. Was nützen hunderte oder gar tausende von Backlinks, wenn man dann von Google abgestraft wird? Das ist schade ums Geld und bewirkt dann letztendlich das Gegenteil, von dem, was man eigentlich erreichen möchte.

  43. Marc sagt:

    Ich finde es auch immer wieder erstaunlich und erlebe es leider ziemlich oft das Kunden zu erst lieber auf Angebote zurückgreifen die mit Dumping Preisen und schnellen Ergebnissen locken und im nachhinein doch sehr viel Geld ausgegeben haben da versteckte kosten auftauchen. Oft nach der Erkenntnis dann doch zu einen Seriösen Webdesigner gewechselt der dann alles Glatt bügeln darf wenn es denn noch möglich ist. Warum nicht gleich sich Gedanken machen und einsehen das ein gutes Ranking nicht einfach mal in einer Woche realisiert ist. Gutes Webdesign und Konformes Coding Kostet einfach Zeit und natürlich Geld aber es ist der einzige Weg sein Produkt oder seine Dienstleistungen Online zu vermarkten und ein gutes Ranking zu erzielen. Es muss Recherchiert werden Gute Link Partner müssen gefunden werden und vom Produkt, oder der Dienstleistung überzeugt werden das Sie Qualitative Backlinks setzten. Was bringt es einem 1000 Links zu Mieten und dann wegen Abstrafung aus dem Index zu Fliegen. Bei unsere Arbeit als Webdesigner ist der SEO Aspekt immer mit im Spiel da wir keine Webseite erstellen die nur als Visitenkarte dienen soll. Sie muss Umsatz bringen und wenn Sie dies tut dann hat mann doch gerne Geld dafür ausgegeben.

  44. Richard Mann sagt:

    Links zu Mieten ist nach wie vor sinnvoll. Die Gefahr aus dem Index zu fliegen ist kaum gegeben. Wir machen es für größere Kunden seit über 5 Jahren. Es kam nie zu einer Abstrafung. Themenrelevante Links sind gut, müssen aber keinesfalls sein. Ein weit verbreiteter Irrglaube.

  45. Steffen sagt:

    Schöner Artikel. Aber oft kann man es einfach nicht verhindern, dass Links gekauft werden “müssen”. Wenn ich einen gut gelisteten Branchenbucheintrag haben möchte, kostet mich das doch auch einen monatlichen Fixpreis. Gilt das dann auch als “gekaufter Backlink” oder nicht?
    Wer gute Links haben möchte, muss dafür bezahlen, denn einen Link von spiegel.de oder bild.de beispielsweise gibt`s nicht für Lau!

  46. Udo sagt:

    hört sich ja alles prima an. all die guten Agenturen und die guten Ratschläge.
    Fragt sich nur wo die guten Agenturen ihre Backlinke herbekommen?
    Im Prinzip kochen doch alle nur mit Wasser

  47. Silence_Le sagt:

    Wäre auch mal ein einem Artikel über guten Backlink aufbau interessiert, aber da lässt sich wohl keiner in die Karten schauen. Als “Anfänger” kann man gute Agenturen und SEO-Tipps auch nur schwer von den schwarzen Schafen trennen.

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