FHM kapituliert im Internet

FHM kapituliert im InternetHeute habe ich bei Kress gelesen, dass das Männermagazin FHM seine Website abgeschaltet hat und jetzt nur noch auf Facebook setzt.

In dem Kress-Artikel heißt es: “Wir sind da, wo unsere Leser sind, auf Facebook: Die Interaktion mit unseren Lesern ist für uns das Wichtigste.” Für das Geschäftsmodell einer Website sehe der Verlag “langfristig keine Perspektive”. Liebes FHM-Management, seid ihr Männer oder Memmen?

Viele Verlage haben massive Probleme mit ihrer Internet-Strategie, aber eine solche Bankrotterklärung habe ich selten gesehen. Auch wenn Facebook inzwischen 500 Mio. angemeldete Nutzer hat, so ist Facebook nicht das Web. „FHM kapituliert im Internet“ weiterlesen

Ranking von Suchergebnissen bei aktuellen Ereignissen – QDF (query deserves freshness)

Entwicklung Suchvolumen "Public Viewing Hamburg"
Auf die Grafik klicken, um sie zu vergrößern - Entwicklung Suchvolumen "Public Viewing Hamburg"

In den letzten Monaten konnte man ein schönes Beispiel verfolgen, vor welchen Herausforderungen Suchmaschinen bei aktuellen Ereignissen stehen. Die Grafik oben zeigt die Entwicklung des Suchvolumens bei Google nach “Public Viewing Hamburg” in den letzten 90 Tagen (auf die Grafik klicken, um sie zu vergrößern). Wie man sieht, gab es eine ganze Reihe von Peaks. Allerdings können den Peaks teilweise völlig verschiedene Ereignisse zugeordnet werden.

Während sich die Nutzer am 22. Mai 2010 für Informationen zum Public Viewing für das Champions League Finale interessierten, wollten sie nur eine Woche später Infos über den Eurovision Song Contest mit Lena. Direkt anschließend waren dann Orte und Termine für das Public Viewing zur Fußball-WM 2010 gefragt. Teilweise versammelten sich pro Spiel 70.000 Fans zum Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg und wollten vorab mit frischen Informationen versorgt werden. Suchergebnisse, die in der einen Woche aktuell waren, konnten bereits eine Woche später nicht mehr relevant sein. Ein Suchmaschinen-Algorithmus, der stark die Verlinkung von Dokumenten gewichtet, kann in solchen Fällen eigentlich nur versagen. Neue Dokumente mit aktuellen Informationen sind üblicherweise noch nicht gut verlinkt und hätten keine Chance in die Top 10 auf die erste Suchergebnisseite zu kommen. Aber gerade bei solchen Ereignissen wünschen sich die Nutzer “fresh content”. „Ranking von Suchergebnissen bei aktuellen Ereignissen – QDF (query deserves freshness)“ weiterlesen

Gekaufte Links und Qualitätskontrolle

QualitätskontrolleIm vorangegangenen Beitrag “Backlinks kaufen und Geld verbrennen” haben wir über die oftmals sehr schlechte Qualität von gekauften Backlinks gesprochen. Ein entscheidender Punkt war dabei, dass die Käufer von Backlinks mehr Verantwortungsbewusstsein entwickeln sollten. Sie sollten nicht blind den Linkverkäufern vertrauen, sondern eigenverantwortlich die Qualität der gekauften Links überprüfen, um ihre Website vor Schaden zu bewahren.

Im ersten Teil habe ich schon genug Warnhinweise geschrieben, dass der Kauf oder die Miete von Links mit der Absicht der Manipulation von Suchergebnissen gegen die Richtlinien von Google verstößt. Es wurden auch Gründe genannt, warum Unternehmen teilweise trotzdem das Risiko eingehen. Diese Punkte müssen wir hier nicht wiederholen. Ich möchte aber betonen, dass dieser Artikel keine Aufforderung zum Linkkauf ist. Vielmehr soll er Unternehmen helfen sich des Risikos bewusst zu werden. Oftmals fehlt in Unternehmen offenbar das Know-how, um die Qualität von gekauften Links zu überprüfen und das Risiko gekaufter Backlinks richtig einschätzen zu können. „Gekaufte Links und Qualitätskontrolle“ weiterlesen

Backlinks kaufen und Geld verbrennen

Geld verbrennenBacklinks mit der Absicht der Manipulation von Suchergebnissen zu kaufen oder zu mieten verstößt gegen die Richtlinien von Google. Ich möchte in diesem Artikel nicht darüber diskutieren, ob man den Kauf von Backlinks grundsätzlich ablehnen sollte.

Bei vielen Money-Keywords findet man in den Top-10 fast ausschließlich Websites, welche höchstwahrscheinlich Backlinks mit dem entsprechenden Linktext eingekauft haben. Es kann frustrierend sein zuzusehen, wenn die Wettbewerber Top-Positionen zu attraktiven Keywords mit gekauften Links erreichen. Man selbst fühlt sich dann als der Depp, der sich brav an die Google-Richtlinien hält, und als Dank dafür von Google keinen Traffic abbekommt. Man geht mit einem Messer zu einer Schießerei.

Solange gute Rankings bei Google mit gekauften Links funktionieren, kann man nachvollziehen, dass manche Betreiber von Websites auf die Idee kommen, alleine aus reiner Notwehr auch Backlinks zu kaufen. Egal wie man zu dem Thema steht, zumindest sollten die Käufer die Qualität der Links überprüfen und nicht einfach ihr Geld verbrennen, indem sie wertlose Links kaufen bzw. mieten. Noch schlimmer als das verbrannte Geld ist das Risiko, von Google als Linkkäufer identifiziert und abgestraft zu werden.
„Backlinks kaufen und Geld verbrennen“ weiterlesen

Die Websites der DFB-Nationalpieler im SEO-Check

NationalmannschaftZum Ende der Fußball-WM 2010 in Südafrika hat es mich interessiert, wie es um die offiziellen Websites der DFB-Nationalspieler bestellt ist. Dabei interessierte mich natürlich hauptsächlich die Sichtbarkeit bei Google. Um es vorweg zu nehmen, im Internet spielen unsere Jungs noch nicht weltmeisterlich. Auf dem Rasen in Südafrika hat uns die deutsche Nationalmannschaft verzaubert und wurde zu Recht Sympathie-Weltmeister. Bei Google sind die Homepages der Spieler aber fast nur unter dem jeweiligem Spielernamen zu finden, wenn überhaupt.

Ich hatte mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet. Lässt man irgendwelche Marketing-Agenturen ohne Begleitung eines SEO-Spezialisten eine Website erstellen, dann findet man häufig irgendwelche Flash-Monster, die in den tiefsten Tiefen der SERPs ihr Dasein fristen. Das SEO-Potential bleibt dabei oft ungenutzt. Dabei sind die Jungs echte Markenprodukte. Vereine bieten zweistellige Millionenbeträge als Ablösesumme und die Spieler haben millionenschwere Werbeverträge. Eigentlich hätten sie bessere Websites verdient. Damit teilen sie aber das Schicksal von vielen Marken auch außerhalb des Sports, deren Websites bei Google oft über wenig Sichtbarkeit verfügen. „Die Websites der DFB-Nationalpieler im SEO-Check“ weiterlesen

Deeplink-Ratio als Qualitätssignal – Teil 2

LinksIm ersten Teil von “Deeplink-Ratio als Qualitätssignal” haben wir uns damit beschäftigt, ob die Deeplink-Ratio (Anteil Backlinks, die nicht auf die Startseite gehen) ein Qualitätssignal für Google darstellt und die Frage aufgeworfen, ob eine hohe oder niedrige Deeplink-Ratio besser ist.

Vielen Dank für die vielen guten Kommentare zum ersten Teil. Einige der Gedanken möchte ich gerne hier im zweiten Teil aufnehmen.

Grundsätzlich gibt es mehr als genug Beispiele für Domains mit sehr guten Rankings, die entwerder eine sehr hohe oder eine sehr niedrige Deeplink-Ratio besitzen. In den meisten Fällen bewegt sich die Deeplink-Ratio irgendwo zwischen 10 Prozent und 90 Prozent. Die Spannweite ist also sehr groß. „Deeplink-Ratio als Qualitätssignal – Teil 2“ weiterlesen

Anteil Backlinks Startseite und Unterseiten – Deeplink-Ratio als Qualitätssignal

Anteil Backlinks StartseiteWie groß sollte der Anteil der eingehenden Backlinks (Links von anderen Websites, die auf die eigene Webpräsenz gesetzt werden) auf die Startseite sein? Wie groß sollte entsprechend der prozentuale Anteil Backlinks auf Unterseiten sein, damit Google das Signal für ein natürliches Linkprofil bekommt?

Mich überraschte es dieses Jahr ein wenig, dass es hierzu offenbar gegensätzliche Meinungen gibt. Einigkeit besteht darin, dass ein Backlink-Profil möglichst natürlich aussehen soll. Dementsprechend sollte auch das Verhältnis der Backlinks natürlich aussehen, die auf die Startseite und auf Unterseiten verweisen. Ansonsten läuft man Gefahr, dass bei Google eine rote Warnlampe angeht und die Website wegen unnatürlichem Linkaufbau in einem Filter landet. Aber welche prozentuale Verteilung ist ein Signal für einen natürlichen Linkaufbau?

Persönlich bin ich immer davon ausgegangen und praktiziere es seit Jahren, dass insbesondere bei neuen Domains mindestens 50 Prozent der Links auf Unterseiten gehen sollten, damit ein natürliches Linkprofil gegeben ist. Bei etablierten und gut verlinkten Marken-Websites kann der Wert auch geringer sein, da in diesen Fällen die Startseite naturgemäß häufiger verlinkt wird. „Anteil Backlinks Startseite und Unterseiten – Deeplink-Ratio als Qualitätssignal“ weiterlesen