Google Patent "Historische Daten"

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Teil 2: DETAILBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG



Die nachfolgende Beschreibung der Erfindung bezieht sich auf die beigefügten Abbildungen. Gleiche Referenznummern in unterschiedlichen Abbildungen können dieselben oder ähnliche Elemente identifizieren. Die nachfolgende Detailbeschreibung limitiert die Erfindung nicht.

Systeme und Methoden die mit den Grundsätzen der Erfindung konform gehen, können Dokumente bewerten, indem sie z.B., historische Daten mit Bezug auf die Dokumente nutzen. Die Systeme und Methoden können diese Bewertungen zur Generierung qualitativ hochwertiger Suchergebnisse einsetzen.

Der Begriff „Dokument“, wie er in dieser Beschreibung genutzt wird, bedarf einer breiten Interpretation und umfasst jedwedes maschinenlesbare und maschinell archivierbare Gewerk. Ein Dokument kann eine E-Mail, eine Internetseite, eine Datei, eine Kombination von Dateien, ein oder mehrere Dateien mit eingebetteten Links auf anderer Dateien, ein News-Group-Posting, ein Blog, eine Internet-Werbung, etc. umfassen. Im Kontext des Internets handelt es sich bei einem Dokument um eine Internetseite. Internetseiten beinhalten häufig textliche Informationen und können eingebettete Informationen enthalten (z.B. Meta-Informationen, Abbildungen, Hyperlinks, etc.) und/oder eingebettete Befehle (z.B. Java-Script, etc.). Eine Seite kann sich auf ein Dokument oder einen Teil eines Dokumentes beziehen. Daher können die Begriffe „Seite“ und „Dokument“ an manchen Stellen gleichbedeutend eingesetzt werden. In anderen Fällen kann sich der Begriff „Seite“ auf einen Teil eines Dokumentes beziehen, z.B. ein Unterdokument. Auch kann der Begriff „Seite“ sich auf mehr als ein einzelnes Dokument beziehen.

In der nachfolgenden Beschreibung können Dokumente beschrieben werden, die Links auf andere Dokumente beinhalten und/oder Links von anderen Dokumenten. Enthält ein Dokument einen Link auf ein anderes Dokument, wird dieser Link auch „Forward Link“ bezeichnet. Enthält ein Dokument einen Link von einem anderen Dokument, wird dieser auch als „Backlink“ bezeichnet. Wird der Terminus „Link“ verwendet, kann dieser sich sowohl auf einen „Forward Link“ wie auch einen „Backlink“ beziehen.


Beispielhafte Netzwerkkonfiguration



Abb.1 ist ein exemplarisches Diagramm eines Netzwerkes 100, in welches Systeme und Methoden die mit den Grundsätzen der Erfindung konform gehen, eingebunden werden können. Netzwerk 100 kann mehrere Clients 110 beinhalten, die über ein Netzwerk 150 mit mehreren Servern 120-140 verbunden sein können. Netzwerk 150 kann ein Local Area Network (LAN), ein Wide Area Network (WAN), ein Telefon-Netzwerk wie z.B. das Public Switched Telephone Network (PSTN), ein Intranet, das Internet, ein Speichermedium, ein anders geartetes Netzwerk oder eine Kombination von Netzwerken umfassen. Zwei Clients 110 und drei Server 120-140 wurden exemplarisch, als mit dem Netzwerk 150 verbunden, abgebildet. Tatsächlich können aber mehr oder weniger Clients und Server verbunden sein. Ebenso kann in manchen Fällen ein Client die Funktion eines Servers erfüllen und ein Server die Funktion eines Clients.

Clients 110 können auch Client-Einheiten beinhalten. Eine Einheit wird in diesem Fall wie folgt definiert: ein Mobil-Telefon, ein Personal Computer (PC), ein Personal Digital Assistant (PDA), ein Laptop-Computer bzw. Notebook oder ein anderes Kommunikations- oder Computer-Gerät, ein Prozess oder Ablauf der auf einem solchen Gerät abläuft und/oder ein Objekt, welches durch ein solches Gerät ausgeführt werden kann. Die Server 120-140 können Server-Einheiten beinhalten, welche Dokumente konform der Grundsätze der Erfindung erfassen, verarbeiten, suchen und/oder pflegen. Clients 110 und Server 120-140 können mit dem Netzwerk 150 per Kabel, drahtlos und/oder über optische Verbindungen verbunden sein.

In einer Implementierung konform der Grundsätze der Erfindung, kann Server 120 eine Suchmaschine 125 beinhalten, welche von den Clients 110 verwendet werden kann. Server 120 kann einen Dokumenten-Korpus (z.B. Webseiten) durchsuchen, Dokumente indizieren und Informationen mit Bezug auf diese Dokumente in einem Speicher für die durchsuchten Dokumente ablegen. Server 130 und 140 können Dokumente speichern oder pflegen, welche von Server 120 durchsucht werden können. Obgleich die Server 120-140 als separate Einheiten abgebildet werden, ist es möglich, dass ein oder mehrere Server 120-140 eine oder mehrere Funktionen eines oder mehrerer anderer Server 120-140 durchführen. Es ist z.B. möglich, dass zwei oder mehr der Server 120-140 als ein Server implementiert sind. Auch ist es möglich, dass ein Server der Server 120-140 als zwei oder mehr separate (und möglicherweise verteilte) Geräte implementiert wird.


Beispielhafte Client/Server Architektur



Abb.2 ist eine exemplarische Abbildung einer Client oder einer Server Einheit (nachfolgend „Client/Server Einheit“ genannt), die, konform der Grundsätze der Erfindung, mit einer oder mehr der Clients 110 und der Server 120-140 korrespondiert. Die Client/Server Einheit kann eine Schnittstelle 210, einen Prozessor 220, einen Hauptspeicher 230, einen Read-Only-Speicher (ROM) 240, ein Speichermedium 250, ein oder mehr Eingabegeräte 260, ein oder mehrere Ausgabegeräte 270 und eine Kommunikationsschnittstelle 280 umfassen. Schnittstelle 210 kann eine oder mehrere Leitungen beinhalten, welche Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten der Client/Server Einheit ermöglichen.

Prozessor 220 kann einen oder mehrere konventionelle Prozessoren oder Mikroprozessoren beinhalten, die Befehle interpretieren und ausführen. Hauptspeicher 230 kann ein Random-Access-Memory (RAM) oder ein anderes dynamisches Speichermedium umfassen, welches Informationen und Befehle zur Ausführung durch Prozessor 220 speichert. ROM 240 kann einen herkömmlichen ROM-Speicher oder eine andere Form eines statischen Speichermediums umfassen, welches statische Informationen und Befehle zur Verarbeitung durch Prozessor 220 speichert. Speichermedium 250 kann ein magnetisches und/oder optisches Aufnahmemedium und das zugehörige Abspielgerät umfassen.

Eingabegerät(e) 260 können einen oder mehr herkömmliche Mechanismen umfassen, die es einem Benutzer ermöglichen, in die Client/Server Einheit Informationen einzugeben. Dies können z.B. eine Tastatur, eine Maus, ein Stift, Stimmerkennung, und/oder biometrische Mechanismen, etc. sein. Ausgabegerät(e) 270 können einen oder mehr herkömmliche Mechanismen umfassen, die es einem Benutzer ermöglichen, aus der Client/Server Einheit Informationen auszulesen, wie z.B. ein Bildschirm, ein Drucker, ein Lautsprecher, etc. Kommunikationsschnittstelle 280 kann jeden Sende-Empfangs-Mechanismus beinhalten, der es der Client/Server Einheit erlaubt, mit anderen Geräten und/oder Systemen zu kommunizieren. So kann die Kommunikationsschnittstelle 280 beispielsweise Mechanismen beinhalten, mit einem anderen Gerät oder System über ein Netzwerk, z.B. Netzwerk 150, zu kommunizieren.

Wie nachfolgend detailliert beschrieben wird, kann die Client Server Einheit, konform der Grundsätze der Erfindung, bestimmte Suche-bezogenen Operationen ausführen. Die Client/Server Einheit kann diese Operationen als Reaktion durchführen, auf von Prozessor 220 ausgeführte Software-Befehle, welche wiederum auf einem computerlesbaren Medium hinterlegt sind, wie z.B. Speicher 230. Als ein computerlesbares Medium kann hier ein oder mehrere physische oder logische Speichermedien und/oder Trägerwellen/Trägerschwingungen definiert werden.

Die Software Befehle können von einem anderen computerlesbaren Medium, wie z.B. Datenspeicher 250, oder von einem anderen Gerät über die Kommunikationsschnittstelle 280 in Speicher 230 eingelesen werden. Die Software Befehle in Speicher 230 können Prozessor 220 veranlassen, Prozesse auszuführen, welche später beschrieben werden. Alternativ können verbindungsprogrammierte Schaltungen statt oder in Kombination mit Software Befehlen eingesetzt werden, um Prozesse konform der Grundsätze der Erfindung zu implementieren. D.h. Implementierung konform der Grundsätze der Erfindung ist auf keine spezifische Kombination von Hardware-Verbindungen und Software begrenzt.


Exemplarische Suchmaschine



Abb. 3 ist ein exemplarisches Funktions-Blockdiagramm einer Suchmaschine 125 gemäß einer Implementierung konform der Grundsätze der Erfindung. Suchmaschine 125 kann einen Dokumenten-Finder 310, eine Historische Komponente 320 und eine Rangfolgen-Komponente 330 beinhalten. Gemäß Abb. 3, können Dokumenten-Finder 310 und/oder Historische Komponente 320 mit einem Dokumenten-Korpus 340 verbunden sein. Dokumenten-Korpus 340 kann Informationen mit Bezug auf zuvor durchsuchte, indizierte und gespeicherte Dokumente beinhalten, z.B. in einer Datenbank, zugänglich für Suchmaschine 125. Historische Daten, wie später detailliert beschrieben wird, können mit jedem der Dokumente in Dokumenten-Korpus 340 in Verbindung gesetzt werden. Die Historischen Daten können im Dokumenten-Korpus 340 oder anderswo gespeichert werden.

Dokumenten-Finder 310 kann einen Satz Dokumente identifizieren, deren Inhalt einer Suchanfrage eines Nutzers entsprechen. Dokumenten-Finder 310 kann zunächst Dokumente im Dokumenten-Korpus 340 lokalisieren, indem er die Begriffe in der Suchabfrage des Nutzers mit den Dokumenten im Korpus vergleicht. Generell sind die Prozesse zum Indizieren von Dokumenten und die Suche innerhalb der indizierten Sammlung, um eine Reihe von Dokumenten zu erhalten, welche die Suchbegriffe beinhalten, ausreichend bekannt. Daher wird diese Funktionalität des Dokumenten-Finders 310 hier nicht näher ausgeführt.

Historische Komponente 320 kann historische Daten mit Bezug auf Dokumente im Dokumenten-Korpus 340 erfassen. Bei Implementierung konform der Grundsätze der Erfindung, sind historische Daten solche mit Bezug auf: Erstellungsdatum des Dokuments, Dokumenteninhalt Updates/Änderungen, Suchanfrage-Analyse, link-basierte Kriterien, Ankertexte (z.B. Text, in den ein Hyperlink eingefügt ist, in der Regel unterstrichen oder anderweitig im Dokument hervorgehoben), Traffic, Nutzerverhalten, Domain-bezogene Informationen, Ranking-Historie, nutzergenerierte/nutzergepflegte Daten (z.B. Bookmarks/Lesezeichen), einzigartige Wörter, Digraphen, Redewendungen im Ankertext, Verlinkungen unabhängiger peers, und/oder Dokumenten-Themen. Diese unterschiedlichen Typen von historischen Daten werden später detaillierter beschrieben. Bei anderer Implementierung, können die historischen Daten zusätzliche oder andere Daten beinhalten.

Rangfolgen-Komponente 330 kann einem oder mehreren Dokumenten im Dokumenten-Korpus 340 eine Rangfolge-Bewertung (hiernach: „Bewertung“) zuweisen. Rangfolgen-Komponente 330 kann eine Rangfolge-Bewertung vor, unabhängig von oder in Verbindung mit einer Suchanfrage erteilen. Wenn die Dokumente mit einer Suchanfrage in Verbindung gebracht werden (d.h. als für die Suchanfrage relevant identifiziert werden), kann Suchmaschine 125 die Dokumente auf Basis der Rangfolge-Bewertung sortieren und den sortierten Dokumenten-Satz als Suchergebnis an den Client ausliefern, der die Suchanfrage platziert hat. Konform einiger Aspekte der Erfindung, ist die Rangfolge-Bewertung ein Wert, der versucht die Qualität eines Dokuments zu quantifizieren. Bei Implementierung konform der Grundsätze der Erfindung, basiert die Bewertung, zumindest zum Teil, auf den historischen Daten aus der Historischen-Komponente 320.

weiter zu Teil 3: Entstehungsdatum eines Dokumentes

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Inhalt dieses Dokumentes




Vorbemerkung: Deutsche Übersetzung Google Patent "Information retrieval based on historical data"

Teil 1:
Einführung Google Patent "Informationsbeschaffung basierend auf historischen Daten"
  • Bereich der Erfindung
  • Beschreibung
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Teil 2: Detailbeschreibung der Erfindung
  • Beispielhafte Netzwerkkonfiguration
  • Beispielhafte Client/Server Architektur
  • Exemplarische Suchmaschine

Teil 3: Exemplarische Historische Daten: Entstehungsdatum eines Dokumentes (Document Inception Date)

Teil 4: Exemplarische Historische Daten: Updates/Veränderungen des Inhalts (Content Updates/Changes)

Teil 5: Exemplarische Historische Daten: Suchanfragen-Analyse (Query Analysis)

Teil 6: Exemplarische Historische Daten: Link-basierte Kriterien (Link-Based Criteria)

Teil 7: Exemplarische Historische Daten: Ankertext (Anchor Text)

Teil 8: Exemplarische Historische Daten: Traffic (Traffic)

Teil 9: Exemplarische Historische Daten: Nutzerverhalten (User Behavior)

Teil 10: Exemplarische Historische Daten: Domain-bezogene Informationen (Domain-Related Information)

Teil 11: Exemplarische Historische Daten: Ranking-Historie (Ranking History)

Teil 12: Exemplarische Historische Daten: Nutzergenerierte oder -instandgehaltene Daten (User Maintained/Generated Data)

Teil 13: Exemplarische Historische Daten: Einzigartige Wörter, Digraphen oder Sätze im Ankertext (Unique Words, Bigrams, Phrases in Anchor Text)

Teil 14: Exemplarische Historische Daten: Verlinkung unabhängiger Peers (Linkage of Independent Peers)

Teil 15: Exemplarische Historische Daten: Dokumententhemen (Document Topics)

Teil 16: Exemplarischer Prozessablauf (Bewertung von Dokumenten aufgrund historischer Daten)

Teil 17: Schlussfolgerung

Quelle: Google Patent "Information retrieval based on historical data"

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